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Diskussionsforum

Die folgenden Fragen sind an politische Vertreterinnen und Vertreter gerichtet und werden auch von diesen beantwortet. beteiligung.st stellte offene Fragen aus den Werkstätten 2016/2017 automatisch auf die Seite. Gerne könnt auch ihr eure Anliegen an die Politikerinnen und Politiker auf dieser Seite posten.

 

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Treffer
44 von insgesamt 44 Beiträgen
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  • beteiligung.st, 25.07.2018, 15:04
    Antworten
    Welche Maßnahmen zur Plastikreduzierung soll es geben?

    Eine Frage interessierter Schülerinnen und Schüler von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 13.09.2018, 16:18
    Antworten
    Weniger Kunststoff

    Am einfachsten wäre es, beim Verpackungsmaterial anzufangen. Oft sind sogar Zeitungen, die ich im Büro bekomme, in Plastik verschweißt. Im Supermarkt gibt es „Vorteilspackungen“, bei denen jedes Produkt in insgesamt bis zu vier Schichten Kunststoff steckt. Bei den meisten Produkten ist diese Mehrfachverpackung völlig sinnlos. Nachdem das Problem seit vielen Jahren bekannt ist, aber keinerlei Umdenken sichtbar ist, werden wohl nur gesetzliche Verbote von überflüssigem Verpackungsmaterial helfen. Abgesehen davon sollten wir weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu Produkten, die länger halten.
  • Lang Hubert, 30.07.2018, 12:49
    Antworten
    Frage 1 Plastikvermeidung

    Nach dem Vorbild der ÖKO Region Kaindorf - Verwendung von Plastik einschränken und Plastikmüll konzentriert trennen.
  • beteiligung.st, 25.07.2018, 15:03
    Antworten
    Warum kommen Mädchen so schwer in einen technischen Beruf?

    Eine Frage interessierter Schülerinnen und Schüler von Mitmischen im Landhaus
  • beteiligung.st, 25.07.2018, 15:03
    Antworten
    Gibt es unter den PolitikerInnen parteiübergreifende Kontakte/ Freundschaften?

    Eine Frage interessierter Schülerinnen und Schüler von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 13.09.2018, 16:19
    Antworten
    Ja

    Ja, es gibt beides. Wer nur mit Leuten Kontakte oder Freundschaften pflegt, die derselben Meinung sind, kapselt sich ab. Politik sollte aber für alle gemacht werden.
  • Lang Hubert, 30.07.2018, 12:54
    Antworten
    Frage 3 Kontakte zu Politischen Mitbewerbern

    Als Vorsitzender der Regionalentwicklung Oststeiermark pflege ich einen sehr offen Gedanken und Informationsaustausch mit unseren politischen Mitbewerbern
  • beteiligung.st, 25.07.2018, 15:01
    Antworten
    Soll uns die Schule auch auf etwas anderes vorbereiten als auf die Arbeitswelt?

    Eine Frage interessierter Schülerinnen und Schüler von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 13.09.2018, 16:20
    Antworten
    Schule bedeutet auch die Vermittlung des Werts von Bildung

    Ja, die Schule hat viele andere wichtige Aufgabe als nur die Vorbereitung auf die Arbeitswelt. In der Schule lernen wir im Idealfall neben dem Lernstoff auch, auf Schwächere Rücksicht zu nehmen, anderen zu helfen und bei Bedarf Hilfe anzunehmen. Wir lernen, mit anderen zu diskutieren und unsere Meinung zu formulieren. Wir schließen oft Freundschaften fürs Leben. Und wir bekommen den Wert von Wissen und Bildung vermittelt. Das alles kann unser Leben weit über den rein praktischen Nutzen in der Arbeitswelt bereichern und sollte bei jeder Bildungsreform mitgedacht werden, weil die Vermittlung von Stoff nicht die einzige Aufgabe der Schule ist.
  • Lang Hubert, 30.07.2018, 12:59
    Antworten
    Frage 4. Schulausbilding

    Lebenslanges Lernen ist notwendig. Die Schule ist Vorbereitung für das Leben. Eine Umfassende Ausbildung in Theorie und Praxis halte ich daher für notwendig.
  • beteiligung.st, 25.07.2018, 15:00
    Antworten
    Muss man unbedingt die Staatsbürgerschaft haben, um mitbestimmen zu dürfen?

    Eine Frage interessierter Schülerinnen und Schüler von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 13.09.2018, 16:21
    Antworten

    In bestimmten Fällen, etwa bei einer Abstimmung über eine Änderung der Österreichischen Bundesverfassung, ist das begründet. Im Normalfall sollten Menschen aber dort mitbestimmen dürfen, wo sie direkt von den Entscheidungen betroffen sind, etwa bei der Betriebsratswahl am Arbeitsplatz, bei der Gemeinderatswahl am Wohnort oder bei der Wahl der Klassensprecherin bzw. des Klassensprechers – welche Rolle sollte dabei die Staatsbürgerschaft spielen?
  • Lang Hubert, 30.07.2018, 13:01
    Antworten
    Frage 5

    Ein klares Bekenntnis zu unserem Staat und zu unserem Land halte ich für notwendig.
  • beteiligung.st, 07.03.2018, 14:34
    Antworten
    Wie wollen Sie Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel motivieren?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Lara Köck, 17.08.2018, 11:32
    Antworten
    Ein dreigliedriges Modell

    Unsere Lösung sieht ein dreigliedriges Modell vor. Erstens sollen spürbare Anreize durch leistbare Tarife im öffentlichen Verkehr gesetzt werden. Eine konkrete Grüne Forderung ist das 365-Euro-Jahresticket für die gesamte Steiermark, mit dem man im ganzen Bundesland um nur einen Euro pro Tag öffentlich unterwegs sein kann. Zweitens ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs – also Bus, Bahn, Bim & Co – dringend nötig. Inklusive gesetzlicher Mindeststandards für Zahl und Qualität der Anschlüsse des öffentlichen Verkehrs. Und drittens braucht es verkehrsbeschränkende Maßnahmen zur Reduzierung des Auto-Verkehrs, vor allem in Städten. Hier fordern wir einen autofreien Tag pro Woche für jeden.
  • Claudia Klimt-Weithaler, 24.04.2018, 12:32
    Antworten
    Sozial verträgliche Fahrpreisgestaltung

    Vor allem muss der öffentliche Verkehr leistbar sein! Maßnahmen wie eine City-Maut für ältere Fahrzeuge lehnen wir ab. Damit bestraft man diejenigen Menschen, die sich vielleicht kein neues Auto leisten können, aber aus beruflichen oder anderen Gründen auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Unser Weg ist es, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. Das schafft man durch Ausbau und bessere Taktung, aber vor allem durch eine sozial verträgliche Fahrpreisgestaltung. In Graz wurde etwa der Preis für die Jahreskarte auf Initiative der KPÖ fast halbiert. Mit dem Effekt, dass nun viel mehr Menschen ganzjährig die Öffis nutzen. Ein nächstes Ziel der KPÖ ist es, die automatische Preiserhöhung für Fahrkarten, die es in der Steiermark jährlich gibt, abzuschaffen.
  • beteiligung.st, 07.03.2018, 14:33
    Antworten
    Welche Vision haben Sie von unserem Schulsystem im Jahr 2030?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Lara Köck, 17.08.2018, 11:34
    Antworten
    Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen

    Wir sprechen uns für eine Gemeinsame Schule der 10- bis 14-jährigen SchülerInnen aus. Statt der frühzeitigen Trennung in die unterschiedlichen Formen der Unterstufe (NMS, Sonderschule, AHS-Unterstufe) wie es derzeit der Fall ist, soll die Gemeinsame Schule die individuelle Förderung der Kinder mittels innerer Differenzierung in den Einrichtungen stärken. Das Konzept sieht individuelle Fördermöglichkeiten, von denen „schwächere“ und „stärkere“ SchülerInnnen gleichermaßen profitieren vor. Beispiele hierfür, vorwiegend aus dem skandinavischen Raum, aber auch aus Versuchsschulen in Österreich, sind individuelle Lernpläne, Unterricht in Kleingruppen, Projekt- und Gruppenarbeiten, altersgemischte Kurs- und Lernteams.
  • Claudia Klimt-Weithaler, 24.04.2018, 12:31
    Antworten
    Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, Talente fördern, attraktive Gesamtschule

    Die Geldtasche der Eltern soll im Jahr 2030 nicht der mehr entscheidend für den schulischen Erfolg der Kinder sein. Dazu gehört auch, dass ein Rechtsanspruch auf eine kostenlose Kinderbetreuung im Elementarbereich für Kinder ab dem 1. Geburtstag eingeführt wird. Außerdem würde ich mir wünschen, dass die öffentliche Hand in Zukunft Geld für genügend Pädagoginnen und Pädagogen für alle Schulstufen zur Verfügung stellt, damit SchülerInnen nach ihren Interessen und Bedürfnissen betreut werden können. Und dafür, dass Schulen nicht kaputtgespart, sondern ausreichend finanziert werden. Schüler und Schülerinnen sollen die Schule nicht mehr mit Zwang verbinden, wie dies leider vielfach der Fall ist, sondern als Ort, wo ihre Talente gefördert werden und wo Solidarität und Zusammenhalt auf der Tagesordnung stehen, und dies nicht vom Engagement einzelner LehrerInnen abhängt. Hier ist auch die Etablierung von Schulsozialarbeit an allen Schulen zu nennen.
    Auf Perspektive tritt die KPÖ für die Einführung einer Gesamtschule ein, die eben dafür sorgen soll, dass soziale Unterscheide keine Auswirkung auf die Bildungschancen von Kindern haben. Das funktioniert aber nur, wenn man auch Betreuungsverhältnis und Lehrpläne dementsprechend adaptiert – und dafür muss man Geld in die Hand nehmen. Eine Gesamtschule nur dem Namen nach, bei gleichzeitiger finanzieller Aushungerung der Schulen, dafür sind wir nicht zu haben.
  • beteiligung.st, 07.03.2018, 14:33
    Antworten
    Gibt es Vorhaben, wie mit dem großen Plastikverbrauch umgegangen werden soll?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Lara Köck, 17.08.2018, 11:37
    Antworten
    Müllvermeidung im Vordergrund

    Die Vermeidung bzw. Reduktion von Müll im Allgemeinen und Plastikmüll im Besonderen sind ein Uranliegen der Grünen Bewegung. Unsere Abgeordnete Sandra Krautwaschl setzt sich schon seit Jahren für dieses Thema ein und hat vor allem auch durch ihr Projekt „Plastikfreie Zone“ einen sehr glaubwürdigen Zugang zu diesem Thema – sie lebt mit ihrer Familie schon seit über sieben Jahren fast plastikfrei.
    Der Grüne Landtagsklub bringt auch regelmäßig Forderungen zum Thema Plastik/Verpackung/Müllvermeidung im Landtag ein. Ein Beispiel hierfür ist der aktuelle Antrag mit dem Titel „Plastikmüll reduzieren“, in dem der Landtag dazu aufgefordert wird sich dazu zu bekennen, eigene Veranstaltungen in Übereinstimmung mit den umweltfreundlichen „G’SCHEIT FEIERN“-Kriterien auszurichten. Außerdem wird in diesem Antrag die Landesregierung dazu aufgefordert, alle Veranstaltungen im eigenen Wirkungsbereich nach ebendiesen Kriterien auszurichten sowie bei vom Land Steiermark geförderten Veranstaltungen, darauf hinzuwirken, dass diese Kriterien eingehalten werden. Zudem sollen auch die Gemeinden darin unterstützt werden, ihre Veranstaltungen nach den Kriterien von „G’SCHEIT FEIERN“ auszurichten.
  • Claudia Klimt-Weithaler, 24.04.2018, 12:28
    Antworten
    Bei der Verpackungsindustrie ansetzen!

    Um nachhaltig Plastik einzudämmen, müsste man bei der Verpackungsindustrie ansetzen. Hier gilt es Regeln aufzustellen, die das doppelte und dreifache Verpacken von Waren im Supermarkt unterbinden. Natürlich muss man auch Bewusstsein bei den KonsumentInnen schaffen. Aber ohne gesetzliche Regelungen, die den Plastikverbrauch beschränken, wird dies zu wenig sein. Das offene Einkaufen von Lebensmitteln ist nämlich gar nicht so einfach. Oft fehlt das Angebot, oder Hygienevorschriften erlauben es nicht.
  • beteiligung.st, 07.03.2018, 14:31
    Antworten
    Welche Ideen haben Sie, um Kinder beim Deutsch-Lernen zu unterstützen?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Lara Köck, 17.08.2018, 11:39
    Antworten
    Zwei Säulen

    Hier fordern wir zwei Säulen zur Sprachförderung. Eine Säule stellt das Hamburger Modell zur Sprachförderung („FörMig – Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund“) dar, die zweite Säule definiert die „Volksschule Neu“ mit einer flexiblen Schuleingangsphase. Zentraler Bestandteil der ersten Säule ist eine durchgängige Förderung der Erstsprache und der Bildungssprache von der elementaren Bildungseinrichtung bis zum Ende der Grundschule. Wichtig ist hier festzuhalten, dass alle Sprachförderungen additiv, also ohne separate Klassen, sind. Die zweite Säule fordert eine Eingangsschulphase von 1-3 Jahren. Kinder bleiben so lange in der Eingangsstufe, bis sie die Lehrplananforderungen der 2. Schulstufe, d.s. Lesen, Schreiben, Rechnen, im Wesentlichen beherrschen. Die punktuelle Schulreifeüberprüfung entfällt und die Einstufung erfolgt im Lauf der Eingangsstufe.
  • Claudia Klimt-Weithaler, 24.04.2018, 12:26
    Antworten
    Langfristig begleiten und fördern

    Die sprachliche Entwicklung von Kindern im Deutschen muss langfristig begleitet und gefördert werden. Dabei müssen SchülerInnen möglichst rasch in den Klassenverband integriert werden. Deutschkenntnisse dürfen auch kein Ausschlusskriterium sein, das SchülerInnen davon abhält, das restliche Bildungsangebot in Anspruch zu nehmen. Sprachunterricht und andere Fächer können sich mitunter sehr gut ergänzen. Mehrsprachigkeit ist eine Ressource, die auch im Unterricht vermehrt genutzt werden könnte. Natürlich müssen auch LehrerInnen, nicht nur in ihrer Ausbildung, auf die Situation vorbereitet werden, dass Kinder in unseren Schulen oft mehrere Sprachen sprechen.
  • beteiligung.st, 07.03.2018, 14:28
    Antworten
    Was würden Sie gegen die Landflucht im Ennstal tun?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Lara Köck, 17.08.2018, 11:40
    Antworten
    Kinderbetreuung, öffentlicher Verkehr & Arbeitsmarktförderung

    Landflucht ist in erster Linie weiblich: Gehen die Frauen, dann stirbt das Land. Um diese Entwicklung aufzuhalten, braucht es vor allem eine perfekt ausgebaute Kinderbetreuung, die so flexibel ist, wie es die Familien brauchen. Ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ist hier wesentlich. Weitere Grüne Forderungen zu diesem Thema sind der Ausbau des öffentlichen Verkehrssystems und die Förderung eines qualitativen Arbeitsmarktes für Frauen (und auch für Männer) auf dem Land.
  • Claudia Klimt-Weithaler, 24.04.2018, 12:25
    Antworten
    Infrastruktur ausbauen statt Schulen und Krankenhäuser schließen

    Um Landflucht vorzubeugen, muss vor allem die Infrastruktur in den ländlicheren Regionen gesichert sein. Dazu zählt, dass die medizinische Versorgung gesichert wird und keine Krankenhäuser geschlossen werden, etwa in Schladming. Gleiches gilt für den Erhalt von Kleinschulen. Der Öffentliche Verkehr muss ausgebaut und eine gute Taktung garantiert werden, dann bleiben auch jene Menschen mobil, die in kleineren Ortschaften und Tälern nicht auf ein Auto zurückgreifen können. All diese Maßnahmen führen auch dazu, dass auch in den ländlicheren Regionen Arbeitsplätze bestehen bleiben und geschaffen werden, von denen man leben kann. Dies würde nicht nur das Ennstal nachhaltig beleben und eine Landflucht aus ökonomischen Gründen maßgeblich verringern.
  • beteiligung.st, 07.03.2018, 14:28
    Antworten
    Wie kann man Arbeitsplätze am Land fördern?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Lara Köck, 17.08.2018, 11:44
    Antworten
    Umfassende Konzepte

    Es braucht natürlich die Förderung eines qualitativen Arbeitsmarktes in den Regionen, es müssen beispielsweise Anreize für Firmengründungen gesetzt werden. Gleichzeitig muss endlich Schluss damit sein, dass immer mehr große Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ gebaut werden – während gleichzeitig die Innenstädte immer mehr aussterben. Hier muss endlich ein Umdenken stattfinden (denn, wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, kosten Einkaufszentren in Summe Arbeitsplätze).

    Um gegen die Abwanderung vorzugehen, muss man sich bewusst werden, dass es vor allem Maßnahmen braucht, damit für die Frauen am Land das Leben attraktiv bleibt. Denn gehen die Frauen, dann stirbt das Land, wie die die viel zitierte Studie „Gehen oder bleiben?“ von Dr. Gerhild Weber von der Universität für Bodenkultur in Wien deutlich herausgearbeitet hat.
    Der Ruf nach Kinderbetreuung oder mehr öffentlichem Verkehr - so notwendig diese Maßnahmen sind - wird nicht ausreichen. Aus unserer Sicht braucht es eine umfassende Strategie. Viele Frauen vermissen Wahlmöglichkeiten, um unterschiedliche Lebensvorstellungen realisieren zu können, schreibt Weber in ihrer Studie. „Es braucht unterschiedliche Maßnahmen, die jungen Menschen und im speziellen Frauen am Land verschiedene Lebenskonzepte und eine breite gesellschaftliche Struktur eröffnen. Dabei geht es auch um Wertevermittlung und ein Überdenken immer noch vorhandener patriarchaler Strukturen. Gerade die Zusammensetzung von Gemeinderäten in der Steiermark und die geringere Anzahl an Bürgermeisterinnen veranschaulichen die Problematik. Sobald es um die wirklich wichtigen Entscheidungen geht, ist das die Sache von Männern. Frauen wird die Möglichkeit, den Lebensraum Gemeinde mitzugestalten, zu wenig eröffnet. Neben der klassischen Mobilitätsfrage oder Ortskerngestaltung braucht es vor allem atmosphärische Initiativen, die das Selbstbestimmungspotential der Frauen erhöht.
  • Lang Hubert, 30.07.2018, 13:08
    Antworten
    Arbeitsplätze am Land

    Schaffung und Absicherung von Arbeitsplätzen - insbesondere am Land ist eine zentrale Zukunftsfrage. Der Breitbandausbau sowie Fördermaßnahme des Landes unterstützen hier Investitionen unsere Betriebe in ländlichen Regionen
  • Claudia Klimt-Weithaler, 24.04.2018, 12:23
    Antworten
    Daseinsvorsorge im ländlichen Raum erhalten

    Zuallererst wäre es wichtig, den ländlichen Raum nicht weiter auszudünnen. Das Zusperren von Schulen und Krankenhäusern, die Verringerung der Taktung von Bus und Bahn – das alles bringt den Verlust von Arbeitsplätzen mit sich – und führt zu Landflucht. Wenn das Land Anstrengungen unternimmt, um die Daseinsvorsorge am Land aufrecht zu erhalten und auszubauen, fördert das nicht nur direkt Arbeitsplätze, sondern hat auch positive Auswirkungen auf Geschäfte, Gasthäuser, kleine Betriebe oder Landwirte vor Ort.
  • Franz, 08.03.2017, 08:16
    Antworten
    Gut

    Das ist toll!
  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:57
    Antworten
    Warum wird nicht mehr Geld in die Infrastruktur der Schulen investiert?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus - von einer Schülerin einer BHS
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:20
    Antworten
    Zu wenig Geld für die Schulen

    Die Antwort ist wohl dieselbe wie bei allen anderen Bereichen, für die die öffentliche Hand die Verantwortung trägt: Durch die neoliberale Steuerpolitik der vergangenen Jahrzehte sinken die öffentlichen Einnahmen aus Gewinnen und Vermögen, obwohl gleichzeitig (auch in Krisenzeiten) hohe Gewinne erzielt werden. Der von der Gesellschaft erwirtschaftete Wohlstand wird immer weniger so verteilt, dass es allen zugute kommt. Gleichzeitig steigen durch die wirtschaftliche und demografische Entwicklung die Anforderungen an das Bildungs- und Sozialsystem ebenso wie an Pflege und Gesundheit. Ich halte es für dringend nötig, wesentlich mehr in Bildung (auch, aber nicht nur, in die schulische Infrastruktur) zu investieren. Das wird ohne eine Abkehr von der herrschenden Politik kaum zu schaffen sein.



  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:56
    Antworten
    Wie ist Ihre Meinung zu den geplanten Zentralkrankenhäusern?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Sandra Krautwaschl, 20.03.2017, 11:29
    Antworten

    Zentralkrankenhäuser können den Vorteil haben, dass dort mehr SpezialistInnen für schwierige oder sehr aufwendige Behandlungen und Operationen zur Verfügung stehen, als in kleinen Krankenhäusern. Dadurch sinkt das Risiko von Behandlungsfehlern für die PatientInnen.
    Allerdings muss vorher sicherstellt werden, dass die Menschen dort, wo sie leben eine absolut gute medizinische Versorgung im „niedergelassenen Bereich“ ( = Primärversorgung) vorfinden. Und zwar durch HausärztInnen, TherapeutInnen, Pflegefachkräfte, Sozialarbeit,…usw. Diese sollen bestmöglich zusammenarbeiten und dadurch einen Beitrag leisten, dass so wenig Menschen wie möglich ins Krankenhaus müssen. Das kann wie bisher in einzelnen Ordinationen erfolgen oder auch in Primärversorgungszentren, in denen bestimmte Gesundheitsberufe zusammenarbeiten oder vor allem im ländlichen Raum durch Primärversorgungsnetzwerke. Ohne eine gute Primärversorgung können auch Zentralkrankenhäuser nicht funktionieren, da sie dann wieder überlastet und die Anfahrtswege für die PatientInnen zu weit wären. Zusätzlich zur Primärversorgung braucht es natürlich auch noch eine absolut funktionierende Notarztversorgung in allen Regionen.
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:18
    Antworten
    geplante Zentralkrankenhäuser

    Es ist klar, dass die medizinische Versorgung den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden und dabei für alle zugänglich bleiben muss. Dafür muss sich einiges ändern, auch im Interesse des ärztlichen bzw. des Pflegepersonals, das an einer Belastungsgrenze angelangt ist. Bei einigen sehr spezialisierten Bereiche ist eine Zentralisierung unumgänglich. Das darf aber nicht auf Kosten der medizinischen Versorgung der ländlichen Regionen gehen. Schließlich muss eine Grundversorgung in Radkersburg, in Mürzzuschlag und in Bad Aussee ebenso gewährleistet sein wie in Graz. Es ist zu befürchten, dass die – teilweise durchaus nachvollziehbaren – Argumente für eine Neuordnung des Gesundheitswesens als Vorwand dienen, die Versorgung insgesamt herunterzufahren. Gleichzeitig bergen die geplanten Primärversorgungezentren die Gefahr, dass sie profitorientiert betrieben werden. Das würde einer Privatisierung wesentlicher Teile des Gesundheitssystems Tür und Tor öffnen. Ich bin davon überzeugt, dass das der falsche Weg ist. Gesundheit ist eine öffentliche Verantwortung, Zugang zur optimalen Versorgung muss allen Menschen offenstehen, unabhängig von ihrem Einkommen.
  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:55
    Antworten
    Was würden Sie in der Stmk. sofort verändern, wenn Sie könnten?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:17
    Antworten
    Was in der Stmk. sofort verändern

    Ich würde auf mehr Personal in vielen Bereichen setzen, für die das Land Steiermark zuständig ist, z.B. in den Bereichen Bildung, Pflichtschulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Pflege und Gesundheit und Sicherheit. Das würde den enormen Druck verringern, unter dem das Personal derzeit steht. Dadurch würden neue Arbeitsplätze entstehen, die Qualität könnte verbessert werden und nur durch fair bezahlte Arbeitsplätze werden auch die öffentlichen Kassen wieder mehr Einnahmen erzielen, die nötig sind, um Verbesserungen zu finanzieren. Mehr hochwertige Arbeitsplätze abseits von unbezahlten Praktika und anderen Formen der Ausbeutung sind das beste Mittel, um so vielen Menschen wie möglich eine volle Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
    Viel zu tun ist auch im Bereich der Raumplanung und des Altstadtschutzes. Wenn der Ausdünnung des ländlichen Raumes und der Zersiedelung ein Riegel vorgeschoben wird, wird das positive Auswirkungen auf Arbeitsplätze, auf die Umwelt und auf die öffentlichen Kassen haben.
  • Lara Köck, 08.03.2017, 15:30
    Antworten

    Ich würde endlich billigere Öffi-Tickets für die gesamte Steiermark einführen. Das Topticket für Jugendliche sollte nur 60 Euro kosten, wie in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland auch und sollte für Studierende zugänglich sein. Außerdem würde ich den Öffentlichen Verkehr steiermarkweit ausbauen und dafür sorgen, dass es am Abend bessere Verbindungen gibt.
  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:54
    Antworten
    Finden Sie, dass alle BürgerInnen die gleichen Rechte in Österreich haben?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:15
    Antworten
    BürgerInnenrechte in Österreich

    Formal betrachtet herrscht eine weitgehende Gleichstellung aller Bürgerinnen und Bürger Österreichs. In der Realität sind wir aber weit davon entfernt. Österreich ist EU-weit Schlusslicht bei der Gleichstellung der Bezahlung von Männerung und Frauen – Frauen erhalten nach wie vor über 20 Prozent weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Seit Jehrzehnten ändert sich wenig daran. Auch von Altersarmut sind mehr Frauen betroffen.
    Ungleichheiten gibt es aber nicht nur zwischen Männern und Frauen. Der finanzielle Hintergrund spielt eine große Rolle bei den Chancen, die ein Kind im Leben einmal vorfinden wird. Der Zugang zu medizinischer Versorgung, zur Justiz, zu kulturellen Ressourcen und Teilhabe an der Gesellschaft ist vielen nicht im gleichen Maß möglich wie anderen.
    Das ärmste Drittel der österreichischen Bevölkerung hat gar kein Vermögen, während die reichsten 10 % über zwei Drittel des Vermögens verfügen. Das macht deutlich, dass eine Gleichberechtigung auf rechtlicher Ebene noch keine gerechte Gesellschaft ausmacht, auch wenn sie eine Voraussetzung dafür ist.
  • Lara Köck, 08.03.2017, 12:05
    Antworten
    BürgerInnenrechte in Österreich

    Bei den letzten Nationalratswahlen durften über 800.000 Menschen, die das 16. Lebensjahr bereits vollendet und einen Hauptwohnsitz in Österreich hatten, nicht wählen. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir gemeinsam in dieser Gesellschaft leben und es wichtig ist, dass es keine Menschen 2. Klasse gibt. Personen, die rechtmäßig hier leben und arbeiten und ihren Teil (in welcher Form auch immer) zu dieser Gesellschaft beitragen, müssen auch mitgestalten und mitbestimmen dürfen. Ein Rechtsstaat kann nur funktionieren, wenn die Regeln für alle gleich sind.