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Diskussionsforum 2016/2017

Die folgenden Fragen sind an politische Vertreterinnen und Vertreter gerichtet und werden auch von diesen beantwortet. beteiligung.st stellte offene Fragen aus den Werkstätten 2016/2017 automatisch auf die Seite. Gerne könnt auch ihr eure Anliegen an die Politikerinnen und Politiker auf dieser Seite posten.

 

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Treffer
12 von insgesamt 12 Beiträgen
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  • Franz, 08.03.2017, 08:16
    Antworten
    Gut

    Das ist toll!
  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:57
    Antworten
    Warum wird nicht mehr Geld in die Infrastruktur der Schulen investiert?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus - von einer Schülerin einer BHS
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:20
    Antworten
    Zu wenig Geld für die Schulen

    Die Antwort ist wohl dieselbe wie bei allen anderen Bereichen, für die die öffentliche Hand die Verantwortung trägt: Durch die neoliberale Steuerpolitik der vergangenen Jahrzehte sinken die öffentlichen Einnahmen aus Gewinnen und Vermögen, obwohl gleichzeitig (auch in Krisenzeiten) hohe Gewinne erzielt werden. Der von der Gesellschaft erwirtschaftete Wohlstand wird immer weniger so verteilt, dass es allen zugute kommt. Gleichzeitig steigen durch die wirtschaftliche und demografische Entwicklung die Anforderungen an das Bildungs- und Sozialsystem ebenso wie an Pflege und Gesundheit. Ich halte es für dringend nötig, wesentlich mehr in Bildung (auch, aber nicht nur, in die schulische Infrastruktur) zu investieren. Das wird ohne eine Abkehr von der herrschenden Politik kaum zu schaffen sein.



  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:56
    Antworten
    Wie ist Ihre Meinung zu den geplanten Zentralkrankenhäusern?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Sandra Krautwaschl, 20.03.2017, 11:29
    Antworten

    Zentralkrankenhäuser können den Vorteil haben, dass dort mehr SpezialistInnen für schwierige oder sehr aufwendige Behandlungen und Operationen zur Verfügung stehen, als in kleinen Krankenhäusern. Dadurch sinkt das Risiko von Behandlungsfehlern für die PatientInnen.
    Allerdings muss vorher sicherstellt werden, dass die Menschen dort, wo sie leben eine absolut gute medizinische Versorgung im „niedergelassenen Bereich“ ( = Primärversorgung) vorfinden. Und zwar durch HausärztInnen, TherapeutInnen, Pflegefachkräfte, Sozialarbeit,…usw. Diese sollen bestmöglich zusammenarbeiten und dadurch einen Beitrag leisten, dass so wenig Menschen wie möglich ins Krankenhaus müssen. Das kann wie bisher in einzelnen Ordinationen erfolgen oder auch in Primärversorgungszentren, in denen bestimmte Gesundheitsberufe zusammenarbeiten oder vor allem im ländlichen Raum durch Primärversorgungsnetzwerke. Ohne eine gute Primärversorgung können auch Zentralkrankenhäuser nicht funktionieren, da sie dann wieder überlastet und die Anfahrtswege für die PatientInnen zu weit wären. Zusätzlich zur Primärversorgung braucht es natürlich auch noch eine absolut funktionierende Notarztversorgung in allen Regionen.
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:18
    Antworten
    geplante Zentralkrankenhäuser

    Es ist klar, dass die medizinische Versorgung den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden und dabei für alle zugänglich bleiben muss. Dafür muss sich einiges ändern, auch im Interesse des ärztlichen bzw. des Pflegepersonals, das an einer Belastungsgrenze angelangt ist. Bei einigen sehr spezialisierten Bereiche ist eine Zentralisierung unumgänglich. Das darf aber nicht auf Kosten der medizinischen Versorgung der ländlichen Regionen gehen. Schließlich muss eine Grundversorgung in Radkersburg, in Mürzzuschlag und in Bad Aussee ebenso gewährleistet sein wie in Graz. Es ist zu befürchten, dass die – teilweise durchaus nachvollziehbaren – Argumente für eine Neuordnung des Gesundheitswesens als Vorwand dienen, die Versorgung insgesamt herunterzufahren. Gleichzeitig bergen die geplanten Primärversorgungezentren die Gefahr, dass sie profitorientiert betrieben werden. Das würde einer Privatisierung wesentlicher Teile des Gesundheitssystems Tür und Tor öffnen. Ich bin davon überzeugt, dass das der falsche Weg ist. Gesundheit ist eine öffentliche Verantwortung, Zugang zur optimalen Versorgung muss allen Menschen offenstehen, unabhängig von ihrem Einkommen.
  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:55
    Antworten
    Was würden Sie in der Stmk. sofort verändern, wenn Sie könnten?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:17
    Antworten
    Was in der Stmk. sofort verändern

    Ich würde auf mehr Personal in vielen Bereichen setzen, für die das Land Steiermark zuständig ist, z.B. in den Bereichen Bildung, Pflichtschulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Pflege und Gesundheit und Sicherheit. Das würde den enormen Druck verringern, unter dem das Personal derzeit steht. Dadurch würden neue Arbeitsplätze entstehen, die Qualität könnte verbessert werden und nur durch fair bezahlte Arbeitsplätze werden auch die öffentlichen Kassen wieder mehr Einnahmen erzielen, die nötig sind, um Verbesserungen zu finanzieren. Mehr hochwertige Arbeitsplätze abseits von unbezahlten Praktika und anderen Formen der Ausbeutung sind das beste Mittel, um so vielen Menschen wie möglich eine volle Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.
    Viel zu tun ist auch im Bereich der Raumplanung und des Altstadtschutzes. Wenn der Ausdünnung des ländlichen Raumes und der Zersiedelung ein Riegel vorgeschoben wird, wird das positive Auswirkungen auf Arbeitsplätze, auf die Umwelt und auf die öffentlichen Kassen haben.
  • Lara Köck, 08.03.2017, 15:30
    Antworten

    Ich würde endlich billigere Öffi-Tickets für die gesamte Steiermark einführen. Das Topticket für Jugendliche sollte nur 60 Euro kosten, wie in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland auch und sollte für Studierende zugänglich sein. Außerdem würde ich den Öffentlichen Verkehr steiermarkweit ausbauen und dafür sorgen, dass es am Abend bessere Verbindungen gibt.
  • beteiligung.st, 07.03.2017, 13:54
    Antworten
    Finden Sie, dass alle BürgerInnen die gleichen Rechte in Österreich haben?

    Frage aus der Politikwerkstatt von Mitmischen im Landhaus
  • Claudia Klimt-Weithaler, 16.03.2017, 15:15
    Antworten
    BürgerInnenrechte in Österreich

    Formal betrachtet herrscht eine weitgehende Gleichstellung aller Bürgerinnen und Bürger Österreichs. In der Realität sind wir aber weit davon entfernt. Österreich ist EU-weit Schlusslicht bei der Gleichstellung der Bezahlung von Männerung und Frauen – Frauen erhalten nach wie vor über 20 Prozent weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Seit Jehrzehnten ändert sich wenig daran. Auch von Altersarmut sind mehr Frauen betroffen.
    Ungleichheiten gibt es aber nicht nur zwischen Männern und Frauen. Der finanzielle Hintergrund spielt eine große Rolle bei den Chancen, die ein Kind im Leben einmal vorfinden wird. Der Zugang zu medizinischer Versorgung, zur Justiz, zu kulturellen Ressourcen und Teilhabe an der Gesellschaft ist vielen nicht im gleichen Maß möglich wie anderen.
    Das ärmste Drittel der österreichischen Bevölkerung hat gar kein Vermögen, während die reichsten 10 % über zwei Drittel des Vermögens verfügen. Das macht deutlich, dass eine Gleichberechtigung auf rechtlicher Ebene noch keine gerechte Gesellschaft ausmacht, auch wenn sie eine Voraussetzung dafür ist.
  • Lara Köck, 08.03.2017, 12:05
    Antworten
    BürgerInnenrechte in Österreich

    Bei den letzten Nationalratswahlen durften über 800.000 Menschen, die das 16. Lebensjahr bereits vollendet und einen Hauptwohnsitz in Österreich hatten, nicht wählen. Ich bin jedoch der Meinung, dass wir gemeinsam in dieser Gesellschaft leben und es wichtig ist, dass es keine Menschen 2. Klasse gibt. Personen, die rechtmäßig hier leben und arbeiten und ihren Teil (in welcher Form auch immer) zu dieser Gesellschaft beitragen, müssen auch mitgestalten und mitbestimmen dürfen. Ein Rechtsstaat kann nur funktionieren, wenn die Regeln für alle gleich sind.